Die leibliche Mutter Baneles und Odwas lebt in Gugulethu, einem der großen Armenviertel Kapstadts. Sie lächelt schüchtern, als sie die Pflegemutter Desai mit den fremden Gästen im Haus einer Nachbarin begrüßt. Die zierliche Frau kann sich kaum auf den Beinen halten, die Augen sind verquollen. Sie hat eine gewaltige Fahne. Die Nachbarinnen sticheln mit der Frage, wo sie denn am Morgen gewesen sei. „Ich trinke nicht mehr“, ruft sie in die Runde und fügt hinzu: „Ich bin auf Wein umgestiegen.“ Den schenken die Wirte der Shebeens, der illegalen Hinterhofkneipen in den Townships, aus Kanistern aus, eineinhalb Liter für umgerechnet drei Euro.