So war es in Vechta. Anfang des Jahres 2000 beschloss die dortige Stadtverwaltung, allen Mitarbeitern einen Büroschlaf im Anschluss an die Mittagspause zu erlauben. Zwar wurden keine Liegen angeschafft, doch sollten die Verwaltungsleute schlicht eine Matte neben ihrem Schreibtisch ausrollen. Mehr als die Hälfte aller Angestellten und Beamten nutzen das Angebot. Allein der positive PR-Effekt blieb aus. Im Gegenteil: Die Presse berichtete mit Häme; schlafende Beamte - das war ein gefundenes Fressen. „In der Amtsstube ein Nickerchen machen? In Vechta (Niedersachsen) ist das ausdrücklich erwünscht“, schrieb die „Bild“-Zeitung und pikierte sich darüber, dass das Schläfchen als Arbeitszeit gelte und der Stadtdirektor die Schlafmatten sogar „spendiert“ habe