Fuente de la expresión
Hans Schemann: Synonymwörterbuch der deutschen Redensarten, 2012, p. 74
Estructura completa
ein Loblied auf jemanden/etwas anstimmen
Variantes
einen Lobgesang auf jemanden anstimmen
Contexto
Ich mußte mir den kleinen Schiller denken, wie er, in den ersten Höschen, mit einem Zipfelchen hintenheraus, vor dem Brunnen spielte. Da wird er wohl manchmal verwundert den wilden Mann angeschaut haben. Bald von vorn, bald von hinten. Und glauben Sie nicht, lieber Freund, daß ich recht habe, wenn ich Schillers hohe sittliche Weltanschauung von dem Anblick dieser zwei Feigenblätter – sie sind von riesigem Umfang – herleite? Glauben Sie nicht? Ich wenigstens geriet über meinen genialen Gedanken ganz in Feuer, und – was mir schon lange nicht passiert ist – ich machte Verse. Ich mußte ein Loblied anstimmen auf mein engeres keusches Vaterland. Würde man ein solches Beispiel doch überall nachahmen, überall die Werke der Kunst mit zwei so schönen großen Feigenblättern verzieren.
Tipo de fuente
book
Autor
Benno Rüttenauer
Título de la fuente
Der Kampf um den Stil
Año
1905
Web
http://gutenberg.spiegel.de/buch/7562/14
Idioma
Deutsch
Nivel de uso
Popular/Familiar/Coloquial
Marca dialectal
General
Frecuencia
Frecuente