Auch deshalb ist der zweitägige Deutschland-Besuch des tiefgläubigen Evangelikalen bedeutsam – ausgerechnet zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, jenem Ereignis, das wie kein anderes an bessere Zeiten im deutsch-amerikanischen Verhältnis erinnert. Sicher wird Pompeo, der bislang nicht durch seinen diplomatischen Stil aufgefallen ist und Journalisten gern unterstellt, „schwachsinnige Fragen“ zu stellen, seinen Ton mäßigen, wenn er am Freitag in Berlin eine Rede hält und Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft. Bereits am Donnerstag schlug Pompeo beim Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas ungewohnt versöhnliche Ton an.